Zusammenfassung

Die Wahlen zur ersten Halbzeit der Präsidentschaft Donald J. Trumps haben zu einer ideologischen Ausbalancierung des amerikanischen Präsidenten im Kongress geführt. Im Repräsentantenhaus gewannen die Demokraten 40 Sitze hinzu und stellen nach acht Jahren wieder die Mehrheit. Auch in den Gouverneurs- und Landtagswahlen machten die Demokraten Boden gut, ohne allerdings das Übergewicht der Republikaner in den Einzelstaaten brechen zu können. Die Rekordwahlbeteiligung von 50 Prozent und Rekordausgaben im Wahlkampf von 5,8 Milliarden Dollar begünstigten die Demokraten. Das Wahlergebnis war auch ein Referendum gegen einen überaus unpopulären Präsidenten, der darauf verzichtete, die guten Wirtschaftsdaten für sich und seine Partei zu nutzen. Trump zog es vor, Ängste – vor Einwanderern und vor China – zu schüren und so seine besonders rückwärtsgewandte Wählerbasis zu mobilisieren. Diese Wahlstrategie half ihm immerhin, die Mehrheit der Republikaner im Senat leicht auszubauen. Für eine mögliche Wiederwahlkampagne 2020 bietet ihm dies eine gute Ausgangsposition, sollte er bis dahin nicht zum Rücktritt gezwungen werden.

Summary

The first midterm elections of Donald J. Trump led to an ideological balancing against the president. The Democrats won 40 seats and the majority in the House of Representatives. They also won seven governorships and six legislative chambers from Republicans in state elections around the country – although Republicans still control more governors mansions, legislatures, and states than Democrats. Voter turnout reached 50 percent, a new high for midterm elections, and a record 5,8 billion dollars were spent during the election season. Both benefitted Democrats. The election result can be interpreted as a referendum against a very unpopular president who abstained from exploiting the good economic situation to his advantage. Trump preferred to stoke up fears – of immigrants and China – and to mobilize his conservative electoral base. This strategy helped him win the Senate. The Senate majority provides Trump with an advantage for a potential reelection bid in 2020 in case that he won’t be forced to resign before.

Patrick Horst, The U.S. midterm elections of 2018: A balancing of Trump with all-time records in turnout and spending – Democrats win the House, seven governorships and six state legislative chambers

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